Bremen ist eine sehr schöne Stadt, ich kann einen Besuch nur empfehlen (obwohl ich vor kurzem gehört habe, daß an der ansässigen Uni verachtenswert, grausame Tierversuche an Affen gemacht werden-unglaublich!). Man kann wunderbar einkaufen, die Bremer sind sehr nett und etwas ganz Besonderes. Außerdem lockt natürlich das schöne Weser Stadion....
Mein Brüderchen und ich 1977
1990 bin ich dann für drei Monate innerhalb eines Austauschprogrammes nach Amerika gegangen. Ich wohnte bei Tracie und Billy Bowles mit Ihren zwei Mädels Jenna und Sam, die waren damals allerdings erst 6 und 7 Jahre alt. Meine Eltern haben mir damals freigestellt, für wie lange ich nach Sterling, Virginia (nahe Washington D.C.) gehen möchte. Ausschlaggebend für die drei Monate war damals Weihnachten. Da wollte ich unbedingt wieder Zuhause sein, und da der Austausch im August begann, blieben mir nur die drei Monate. Im Nachhinein habe ich mich auch geärgert, daß ich nicht länger geblieben bin, aber was soll´s. Ich habe auch oft gedacht, dies oder jenes hätte ich jetzt dort anders gemacht; aber das ist im Nachhinein wohl bei jedem so. Auf jeden Fall war das eine Erfahrung die ich nicht missen möchte und ein Aufenthalt den ich sehr genossen habe. Nachdem der Kontakt irgendwann aufgrund von Schreibfaulheit fast eingeschlafen war, flammte das Ganze aufgrund eines seltsamen Zufalls wieder auf. Die Tochter eines Friseurs hier im Ort hat einen Amerikaner geheiratet und ist in die USA gezogen. Im Gespräch mit ihrem Vater kamen wir zufällig darauf, und es stellte sich heraus, daß sie genau in diesen winzigen Ort an der Ostküste gezogen ist, wo meine Gastfamilie wohnt, Sterling. Zufälligerweise kam die Tochter einige Zeit später zu Besuch nach Deutschland. Sie war dann so nett, kleine Überraschungsgeschenke bei Familie Bowles abzugeben und meine neue E-Mailadresse weiterzuleiten. Seitdem stehen wir alle drei in Mailkontakt.
Ich bin bis zur 13. Klasse in Bremen zur Schule gegangen und habe nebenbei gejobbt. In der 13. Klasse habe ich dann aus akuter Unlust mein Abitur abgebrochen und habe somit "nur" mein Fachabitur gemacht.
1995 bin ich wegen meinem damaligen Freund nach Gelnhausen in Hessen gezogen (nahe Frankfurt a.M., Hanau). Eigentlich wollte ich immer irgend etwas mit Tieren oder Pflanzen arbeiten, aber leider kam es ganz anders. Ich habe dann eine Lehre als Bankkauffrau gemacht. Meine ehemaligen Mathelehrer würden sich die Haare raufen, wenn sie wüßten, daß ICH jetzt bei der Bank arbeite. Ich habe Mathe und Zahlen seit ich denken kann gehaßt! Aber ich wußte ja schon immer, daß ich den Müll, den ich in Mathe nie verstehen konnte/wollte, eh nie gebrauchen würde :-) Mit 6 Jahren
Hier in Gelnhausen fühle ich mich mittlerweile sehr wohl, wobei ich mich auch immer sehr freue, wenn es zu Besuch nach Bremen zur Familie geht. 1996 habe ich dann ja meine kleine Aba gefunden und für sie ist die Gegend hier zum Gassi gehen schöner. Außerdem findet sich hier Grünzeug für Monty und Olivia besser. Und schließlich bin ich seit Oktober 1999 mit Henning zusammen. All das und natürlich auch die gefundenen Freunde halten mich im Moment hier.
Jobmäßig habe ich auch schon einiges ausprobiert, aber immer nur als Nebenjob in der Schulzeit. Ich habe Zeitungen ausgetragen, in einer Kaffefabrik irgend etwas mit altem Kaffee veranstaltet, bei "Nanu Nana" im Einzelhandel gearbeitet, bei einer Firma billige Rückläuferware wieder verarbeitet, Werbeprospekte verteilt, auf dem Freimarkt (Bremer Jahrmarkt) am Karussel Tickets verkauft.... Am besten hat mir mein halbes Jahr bei Daimler Benz gefallen. Ich hatte ja anfänglich Bedenken, am Band mit ausschließlich Männern Schicht zu arbeiten, aber nach kurzer Zeit schon hat es richtig Spaß gemacht. Ich mußte ja auch das Geld für meinen Umzug nach Hessen verdienen.
Am wichtigsten sind mir nach wie vor die Tiere und die Natur. Seit ca. 1996 bin ich Mitglied im Europäischen Tier- und Naturschutzbund (ETN) und dadurch kann ich mich wenigstens etwas einbringen. Mit Leuten die Tiere nicht mögen, will ich privat nichts zu tun haben, denn mit so jemandem könnte ich nie etwas anfangen und es wäre verschenkte Zeit.
Ansonsten bin ich zufrieden so wie es jetzt ist und hoffe, daß alle die mir nahe stehen weiterhin glücklich sind.
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